Introvertierte Komplimente
Introvertierte Komplimente
24. Januar 2019
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Introvertiert im Change

Wieso es sich lohnt, uns im Boot zu haben...

Bedenkenträger und Innovationsbremsen?! Wenn es um Veränderungen geht, haben Introvertierte nicht immer das beste Image. Zu Unrecht!

Aus meiner Sicht sind Introvertierte weder Change-Euphoriker noch Change-Muffel. Wir lassen uns lediglich nicht von Veränderung um der Veränderung Willen beeindrucken. Um uns zu erreichen, braucht es etwas mehr... und es lohnt sich, diese Extrameile zu gehen!

Wie hole ich Introvertierte ins Boot? Und wie genau profitieren alle davon? Um diese Fragen geht es in diesem Blog-Beitrag:

1 - Fakten, Struktur und Klarheit

Vor allem sachorientierte Introvertierte lieben (und brauchen!) Fakten, Struktur und Klarheit. Reagieren sie kritisch auf eine Veränderung, liegt das vor allem daran, dass diese drei Faktoren fehlen oder nicht schlüssig kommuniziert wurden.

Die Herausforderung für Change-Verantwortliche ist es daher, passende Antworten auf folgende Fragen zu liefern:

  • Welche Zahlen, Daten und Fakten machen eine Veränderung notwendig?
  • Was ist zu tun? Wie ist der Plan? Was sind die nächsten Schritte?
  • Wer macht - ganz konkret - was, bis wann, wozu, mit wem?

  • Je mehr Klarheit, umso besser! Diese Klarheit im Detail zu liefern kann gerade für euphorische Extrovertierte anstrengend und herausfordernd sein. Es zahlt sich jedoch auf lange Sicht aus, sachorientierte Introvertierte früh in den Change-Prozess zu integrieren. Hat man sie erst im Boot, steht der Change auf einer soliden Fakten-Basis und kann klar und strukturiert kommuniziert werden. Das sorgt auch bei externen Kooperationspartnern für Bonus-Punkte.

    2 - Vertrauen, Erfahrungen und Stabilität

    Für beziehungsorientierte Introvertierte sind Vertrauen, Erfahrungen und Stabilität besonders wichtig. Fühlen sie sich in diesen Werten bedroht, reagieren sie ablehnend und blockieren die Veränderung aktiv - oder passiv.

    Die Herausforderung für Change-Verantwortliche ist es daher, bevorstehende Veränderungen in Einklang mit diesen Werten zu bringen:

  • Wie schaffe ich Vertrauen in neue Methoden und in handelnde Personen?
  • Wie knüpfe ich an positive / negative Erfahrungen an?
  • Wie sorgt gerade die Veränderung für mehr Stabilität und Arbeitsplatzsicherheit?

  • Je mehr Vertrauen, umso besser! Dieses Abrücken von der Sachebene kann vor allem für zielorientierte Extrovertierte herausfordernd sein. Beziehungsorientiete Introvertierte sind jedoch - gerade aufgrund ihrer Werte - besonders wichtig für erfolgreiche Veränderungen. Committen Sie sich früh im Change-Prozess, sind sie der Fels in der Brandung. Sie sorgen dafür, dass breites Vertrauen in die bevorstehende Veränderung entsteht, räumen Zweifel geduldig aus und stabilisieren das Team in kritischen Zeiten. Das erzeugt Zuversicht und wirkt sich auf alle Beteiligten positiv aus.

    3 - Deine Haltung entscheidet

    Natürlich trägt jeder Introvertierte auch selbst die Verantwortung für sein eigenes "Change-Image". Es gibt zwei Möglichkeiten, wie Du mit Deinen Fähigkeiten, Bedürfnissen und Werten im Change-Prozess umgehen kannst:

  • Möglichkeit 1: Raushalten
  • Möglichkeit 2: Einbringen

  • Hältst Du Dich (zu Beginn) aus dem Change-Prozess heraus, verlierst Du an gestalterischem Einfluss. Du überlässt es mehr oder weniger dem Zufall, ob die Verantwortlichen im weiteren Verlauf für Vertrauen und Klarheit sorgen. Werden dann jedoch nur Ideen und Ziele kommuniziert, fällt es Dir schwer, die Veränderung mitzutragen und Dir ein positives "Change-Image" aufzubauen.

    Konstruktiver und erfolgreicher ist es aus meiner Sicht, wenn Du Dich mit Deinen Fähigkeiten aktiv in den Change-Prozess einbringst. So gestaltest Du Veränderungen nicht nur in Deinem Sinn mit. Du trägst darüber hinaus zum erfolgreichen Wandel in Deinem Unternehmen bei. Diese Bereitschaft, mitzugestalten und Verantwortung zu übernehmen kann Dir neue Türen zu spannenden Aufgaben und Projekten öffnen.
    Der Wandel an sich ist nicht verhandelbar. Im Gegenteil: er wird sich in Zukunft noch weiter beschleunigen. Wer eine positive, konstruktive Grundhaltung zu Veränderungen einnimmt bzw. entwickelt, hat daher aus meiner Sicht einen entscheidenden Vorteil. Wer darüber hinaus auch andere Menschen mit ins Boot holen kann, ist für die Herausforderungen von morgen bereits sehr gut gewappnet.

    Welche Change-Erfahrungen hast Du in Deinem Business-Umfeld gemacht? Vor welchen Herausforderungen stehst Du in der Kommunikation in Deinem Team? Ich freue mich über Deinen Kommentar!

    Viele Grüße und bis bald im Business-Blog für Introvertierte

    Simone


    PS: Stehst Du gerade vor einer großen Veränderung oder wichtigen Entscheidung? Gerne stehe ich Dir dabei als als Coach zur Seite. Schreibe mir einfach eine E-Mail an simone@intro-coach.com. Ich freue mich auf Deine Nachricht!


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    Simone Rechel - IntroCoach

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